Songs for the Disappeared
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Informationen
Allgemeine Angaben
| Erscheinungsjahr: |
2009 |
| Besonderheiten/Stil: |
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| Label: |
Nightfloat Recordings |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Kevin Hufnagel |
Acoustic guitars |
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Gastmusiker
| Jeff Eber |
Drums on "Tres" |
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| Johnny DeBlase |
Bass on "Tres" |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Hunter|Hunted
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6.08
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| 2. |
Night In Reverse
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2.37
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| 3. |
The Bridge
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3.53
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| 4. |
Insects Will Tell
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4.52
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| 5. |
Tres
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5.23
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| 6. |
Will They Find Me
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5.47
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| 7. |
Mystery Sender
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2.44
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| 8. |
Twilight Clocks
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2.43
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| 9. |
Fires From Afar
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4.20
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| 10. |
Days Half-Remembered
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2.55
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| Gesamtlaufzeit | 41:22 |
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Rezensionen

Wie müssen/sollen/können Instrumente, allein oder gemeinsam mit anderen, klingen? Alles Fragen auf die man seitenlang antworten könnte, daher nur ein paar lose zusammenhängende Gedanken. In der europäischen Musik hat man sich auf eine chromatische Tonleiter geeinigt, die sich aus zwölf Halbtönen zusammensetzt. Eine erste Einschränkung. Dann wurde definiert, was konsonant und was dissonante Akkorde sind. Der diabolus in musica als Feindbild. Eine zweite Einschränkung. Gegen Mitte des 20. Jahrhunderts wurde dann endgültig und international festgelegt, dass der Kammerton a mit 440 Hz schwingen soll. Eine dritte Einschränkung. Im gleichen Jahrhundert kam es aber gleichzeitig von vielen Seiten mit ebenso vielen Mitteln zu Versuchen, dieses mühsam aufgebaute System wieder einstürzen zu lassen. Ein besonders umtriebiger Umstürzler war John Cage, der Kevin Hufnagel wichtigste Inspiration für sein zweites Soloalbum Songs for the Disappeared war.
„There are some songs that use a technique called "prepared guitar." That is when you stick an object between the guitar strings to change its timbre; the object, in my case, was a nail file. It creates an amazing percussive effect, and you can get all sorts of cool overtones and notes to ring out under it. My main inspiration for that came from composer John Cage's works for prepared piano.” (Quelle)
Auch wenn das Verhältnis von präparierter und unpräparierter Gitarre sich die Waage hält, ist in allen Stücken, eine, von Achim in seiner Rezension zu Time of Orchids Namesake Caution schön beschriebene und gut getroffene, harmonische Dissonanz zu hören. Kleine Sekunden und ähnlich „problematische“ Intervalle werden irgendwie doch harmonisch aneinandergereiht. Am besten zu hören ist das auf den vier Stücken, die ausschließlich von einer (unpräparierten) Gitarre bestritten werden. The Bridge ist z.B. ein trister Herbsttag, dessen grauer Himmel immer wieder von heller und warmer Sonne durchdrungen wird. Ein Gefühl, dass durch den wunderbaren Klang der Aufnahme unterstützt wird. Transparent aber nicht zu klar.
Perkussiv, wie im Zitat erwähnt, wird die Gitarre in der Eröffnungsnummer Hunter/Hunted und in Insects Will Tell eingesetzt. In diesen Stücken kann auch Hufnagel das Hauptproblem von geloopter Musik eines Solokünstlers nicht umgehen: Die Rhythmusgitarren spielen immer dasselbe. Und trotzdem die Sologitarre mit viel Ausdruck schöne Melodien darüber legt, wird es doch etwas eintönig.
Nicht so richtig einfügen will sich Tres, in dem Hufnagels Gitarre, im Gegensatz zu den übrigen Nummer, Unterstützung von Johnny DeBlase am Bass und Jeff Eber am Schlagzeug bekommt. Auch musikalisch passt das nicht zur harmonischen Dissonanz, sondern klingt eher wie ein Hybrid aus Zevious und Dysrhythmia nur ruhiger. Zahmer Math Jazz?
Eine schöne Platte, von der ich aus Mangel an Vergleichen aber nicht weiß wem ich sie empfehlen soll. Am besten den myspace von Hufnagel besuchen. Dort hat er die Hälfte des Albums zum kostenlos anhören bereitgestellt.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
30.8.2010 |
| Letzte Änderung: |
30.8.2010 |
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